Landtagswahl 2027 in Schleswig-Holstein: FDP Nordfriesland setzt auf klare Kante und neue Generation – Söhl und Niquet als Direktkandidaten gewählt
Nordfriesland, 21. März 2026 – Die FDP Nordfriesland hat am Samstag ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl am 18. April 2027 nominiert. Für den Wahlkreis Nordfriesland-Nord tritt Broder Söhl an, für Nordfriesland-Süd Skade Niquet.
Mit der Entscheidung setzt die Partei bewusst auf zwei Kandidaten, die unterschiedliche Profile vereinen – aber eine gemeinsame Linie vertreten: mehr Realitätssinn, mehr Eigenverantwortung und ein klarer Fokus auf die konkreten Probleme der Westküste.
Broder Söhl: Endlich ein Upgrade für die Westküste 2.0
Broder Söhl steht für einen bodenständigen, klar wirtschaftsliberalen Ansatz mit starkem Fokus auf die strukturellen Defizite der Region. Im Zentrum seiner Kandidatur steht die Überzeugung, dass Nordfriesland politisch zu lange aus der Perspektive von Kiel gedacht wurde – und nicht aus Sicht der Menschen vor Ort. „Die Westküste darf keine Infrastrukturinsel bleiben“, erklärte Söhl. Die aktuellen Zustände seien für eine moderne Region nicht akzeptabel: eine unvollendete A23, eine störanfällige Marschbahn und Straßen, die den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Söhl unterscheidet sich dabei bewusst von klassischen Wahlkämpfen: Statt abstrakter Programme setzt er auf maximale Präsenz und direkten Kontakt. Sein Ziel ist ein Wahlkampf, der in jeder Gemeinde sichtbar ist – mit Gesprächen, Veranstaltungen und konkreten Angeboten. Inhaltlich legt er den Schwerpunkt auf drei Kernbereiche: Bildung, Infrastruktur und wirtschaftliche Perspektive. Dabei verfolgt er einen klaren Ansatz: weniger staatliche Hürden, mehr Möglichkeiten für Bürger und Unternehmen. „Wenn Menschen sich das Leben nicht mehr leisten können, hilft es nicht, umzuverteilen – wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass wieder mehr möglich wird“, so Söhl.
Skade Niquet: Der Kandidat, der den Wegzug stoppen will
Mit Skade Niquet stellt die FDP im südlichen Nordfriesland einen der jüngsten Kandidaten im Land auf – und bewusst einen, der Politik anders denkt. Der 21-jährige Unternehmensmarketer, Wirtschaftspsychologie-Student sowie Stadtverordnete in Husum und Kreistagsabgeordnete bringt nicht nur politische Erfahrung, sondern auch unternehmerisches Denken und Kommunikationsstärke mit. Sein zentraler Ansatz unterscheidet sich deutlich von klassischen Regionaldebatten: „Wir diskutieren ständig darüber, wie wir Menschen zurückholen. Aber die entscheidende Frage ist: Warum gehen unsere eigenen Leute überhaupt weg?“ Für Niquet liegt genau hier der Kern des Problems – und gleichzeitig der Schlüssel
zur Lösung. Er benennt klar drei strukturelle Ursachen für die Abwanderung junger Menschen: fehlender bezahlbarer Mietwohnraum, zu geringe Bildungs- und Karrierechancen sowie eine mangelhafte Infrastruktur. „Junge Menschen gehen nicht, weil sie die Region nicht mögen – sondern weil sie hier nicht bleiben können“, so Niquet. Sein politischer Stil ist bewusst anders: weniger Ideologie, mehr Problemlösung in der Sache. Versprechen dann aber konsequent – so wie bei der Causa Bornschool in Schobüll/Husum. „Ich lege mich nicht auf ein Weltbild fest und biege dann die Realität zurecht. Ich schaue mir Probleme an – und entscheide danach, was funktioniert“, erklärte er. Sein Leitprinzip beschreibt er als „Maß und Mitte“ – nicht als Kompromiss, sondern als Anspruch, Politik wieder praktikabel zu machen.
Zwei Profile, eine klare Botschaft
Mit Söhl und Niquet setzt die FDP Nordfriesland bewusst auf eine Kombination aus
Erfahrung, Bodenständigkeit und neuer Perspektive. Beide Kandidaten eint der Anspruch, politische Debatten wieder stärker an der Realität der Menschen auszurichten – und konkrete Lösungen in den Mittelpunkt zu stellen. Während Söhl vor allem für die strukturelle Stärkung der gesamten Westküste steht, verkörpert Niquet die Perspektive einer jüngeren Generation, die nicht mehr bereit ist, bestehende Probleme hinzunehmen, aber dafür, Dinge tatsächlich anzugehen. „Wir werden Menschen nicht überzeugen, indem wir lauter sind als andere – sondern indem wir zeigen, dass wir es besser lösen können“, so Niquet.
Auftakt für einen neuen Wahlkampf
Mit der Aufstellung der Direktkandidaten beginnt für die FDP Nordfriesland die intensive Vorbereitung auf die Landtagswahl 2027. Ziel ist ein Wahlkampf, der nicht auf Schlagworte setzt, sondern auf Wiedererkennbarkeit, Präsenz und klare Inhalte – mit einer deutlichen Botschaft: Nordfriesland braucht keine Versprechen mehr, sondern funktionierende Lösungen